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Von einer, die auszog Scrum Master zu lernen…

Aktualisiert: 11. Jan.

Seminare

Wer Scrum nur aus der Theorie kennt, aber keine Praxiserfahrung hat, kann als Scrum Master oder Procuct Owner aktiv in diesen Rollen am Scrumprojekt Training teilnehmen. Wie Joana das Seminar erlebt hat, beschreibt sie in diesem Beitrag.


rote Legosteine

... im Scrum-Projekttraining des IT-Bildungshauses

Kurz zu mir, ich bin Joana, 31 Jahre alt, und durch mehrere glück­li­che Fügun­gen zur HEC gekom­men. Als abso­lut Fremde in der Welt der IT, bin ich nicht nur ins kalte Wasser gesprun­gen, sondern es glich eher dem Eisba­den in Norwe­gen, aber ohne Neopre­n­an­zug. Der Begriff Scrum war mir Gott sei Dank nicht voll­kom­men fremd. In meinen Jahren in der Groß­in­dus­trie ist mir die Metho­dik in abge­speck­ter Version des Öfte­ren unter­ge­kom­men.


Von „das habe ich doch irgendwo schon mal gehört“zum halben „Scrum Master“


Nun gut, der Grund, warum ich diesen Beitrag hier verfasse, ist folgen­der: Mir ist zu Ohren gekom­men, dass die Lauf­zeit von vier Wochen (incl. Planung) der Grund ist, der viele Inter­es­sierte davon abhält den Weg der ange­hen­den Entwick­ler als Scrum Master:in (SM) oder auch als Product Owner:in (PO) zu beglei­ten. Hier kommt die Entwar­nung: Das Beglei­ten der Umschü­ler:innen im IT-Bildungs­haus nimmt zwar Zeit in Anspruch, aber nur so, dass man seiner norma­len Arbeit weiter nach­ge­hen kann.


In der Theo­rie erscheint einem Scrum erst mal unüber­sicht­lich und von unend­lich vielen Termi­nen geprägt. Bei eini­gen Teil­neh­men­den kam auch die Frage auf: Was hat der Kunde davon, wenn er gar nicht weiß, was das Projekt letzt­end­lich kosten wird?


Diese Frage konnte schnell geklärt werden. Denn wer erin­nert sich nicht an die geschei­ter­ten Projekte wie Stutt­gart 21, Flug­ha­fen Berlin und noch einige mehr. Drei­mal dürft ihr raten was hier auf jeden Fall nicht gelebt wurde: rich­tig, es war die Agili­tät. Anfangs wusste der Kunde zwar was es kosten sollte, die Beto­nung liegt hier auf „sollte“, aber durch fehlende Termine und Kommu­ni­ka­tion, sind die Kosten explo­diert und der Kunde hat nicht das bekom­men was er in Auftrag gege­ben hat.  


In agilen Projek­ten mit Scrum-Metho­dik arbei­tet das Team vertre­ten durch den PO im stän­di­gen Austausch mit dem Kunden und den Stake­hol­dern. Wir arbei­ten gemein­sam von Sprint zu Sprint. Dies schließt natür­lich nicht aus, dass es auch mal zu Proble­men kommen kann. Dann kommt der SM ins Spiel, der es dem Team ermög­li­chen muss, weiter zu arbei­ten. Bei Scrum ist sehr schnell trans­pa­rent wenn es zu unvor­her­ge­se­he­nen Effek­ten und Kosten kommt. Ein agiles Vorge­hen sorgt also nicht dafür, dass weni­ger Fehler passie­ren, aber diese werden früh in der Entwick­lung erkannt. Somit bietet sich die Möglich­keit darauf zu reagie­ren, bevor man zu lange in die falsche Rich­tung entwi­ckelt und damit Zeit und Geld verschwen­det hat. Anhand dieser Erklä­rung verschwan­den bei den meis­ten Teil­neh­men­den die letz­ten Zwei­fel an der Sinn­haf­tig­keit einer Methode wie Scrum.


In der Projekt­lauf­zeit von ca. vier Wochen wirst du Teil eines Teams und lernst, was es bedeu­tet, Scrum wirk­lich voll­um­fäng­lich zu leben.

Anfangs hatte ich das Gefühl, dass mehr gespro­chen als gear­bei­tet wird. Doch dieses Empfin­den hat sich schnell in Luft aufge­löst, mit Start des ersten Sprints und im tägli­chen „Doing“.


In der ersten Woche ist es selbst­ver­ständ­lich alles noch etwas holp­rig, denn auch die Teil­neh­men­den aus dem IT-Bildungs­haus haben noch nie ein Projekt nach Scrum gelebt. Gemein­sam mit erfah­re­nen Scrum Mastern, Entwick­lern und Product Ownern setz­ten wir die einzel­nen Bestand­teile, die zu Scrum gehö­ren um, wie Dailys, Refi­ne­ments, Reviews und die Retro­spek­ti­ven. Von Sprint zu Sprint wird das Team siche­rer und routi­nier­ter.Ich bin jeder­zeit wieder bereit im IT-Bildungs­haus Scrum-Projekt mitzu­wir­ken.


Es hat sehr viel Freude gemacht, mit den unter­schied­lichs­ten Menschen zusam­men­zu­a­r­bei­ten, die in Kürze zu einem Team wurden. Ich habe mich in den drei Wochen nie allein gelas­sen gefühlt. Egal ob man Scrum nur theo­re­tisch kann oder noch gar kein Wissen hat: die Praxi­s­er­fah­rung, die man in diesen drei Wochen macht, ist auf jeden Fall für die zukünf­tige agile Arbeit wert­voll.

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