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Berufsbegleitende Trainer-Ausbildung in der neuen Seminarreihe "Train the Trainer"

Aktualisiert: 11. Jan.

Seminare

Die Trainer:innen Ausbildung vermittelt Kompetenzen, die zum Handwerkszeug jedes:r Trainer:in gehören: Methoden-, Sozial- und Individualkompetenz


drei Menschen vor einer Glasfront, zwei Frauen und ein Mann, die sich angeregt unterhalten

Mit einem neuen Ange­bot der berufs­be­glei­ten­den Trai­ner:innen-Ausbil­dung  ist das IT-Bildungs­haus Ende 2022 in eine Pilot­phase getre­ten: In einem ersten Durch­gang des Semi­nars „Train the Trai­ner“ werden Exper­ten aus der Praxis über einen Zeit­raum von vier Mona­ten darin geschult, ihr Wissen verständ­lich, nach­voll­zieh­bar und nach­hal­tig zu vermit­teln.


Das Mindset aus Methoden- Sozial-, Individual- und Fachkompetenz

Ob man junge Menschen oder Erwach­sene beruf­lich ausbil­det, weiter­bil­det oder umschult: die beruf­li­chen Kompe­ten­zen, die Trai­ner:innen dazu brau­chen, basie­ren alle auf einem Mind­set aus Metho­den- Sozial-, Fach- und Indi­vi­du­al­kom­pe­tenz. Dieses Mind­set zieht sich durch die gesamte Trai­ner:innen-Ausbil­dung „Train the Trai­ner“. Die Kompe­ten­zen werden so vermit­telt, dass Trai­ner:innen sie kennen und anwen­den können, um beispiels­weise ihren Unter­richt aufzu­bauen sowie Ziele zu defi­nie­ren und zu vermit­teln. Trai­ner:innen müssen außer­dem mit den unter­schied­lichs­ten Persön­lich­kei­ten umge­hen können und die passen­den Metho­den für Ihre Lern­in­halt Inhalte verwen­den.


Gleich­zei­tig bildet dieses Mind­set auch die beruf­li­chen Kompe­ten­zen ab, die - unab­hän­gig vom ausge­üb­ten Beruf - jeder und jede Berufs­tä­tige kennen sollte. Wer also betrieb­lich die eige­nen Auszu­bil­den­den beglei­tet und unter­rich­tet, bekommt in dieser Semi­nar­reihe wert­vol­les Praxis­wis­sen vermit­telt.


Ein Beispiel aus der IT-Bran­che: Soft­ware-Entwick­ler:innen kommen nicht selten in die Situa­tion, dass sie mit Kund:innen über eine geplante neue Soft­ware spre­chen müssen. Es ist ihre Aufgabe, die Anfor­de­run­gen heraus­zu­fin­den, sie zu formu­lie­ren und die tech­ni­schen Möglich­kei­ten für den Kunden verständ­lich vorzu­schla­gen. Das erfor­dert Sozialkompetenz, ebenso wie das spätere Umsetzen der Anforderungen in einem Entwicklungsteam (Teamfähigkeit). Wie die Person bei Kund:innen auftritt und wahrgenommen wird unterliegt zum großen Teil ihrer Individualkompetenz (Aussehen, Sprache). Ihre Methode-kompetenz zeigt sich in der zielgerichteten Herangehensweise an die Informationsbeschaffung (Fragen an den Kunden), Priorisierung der Anforderungen und auch deren Aufbereitung für die Kolleg:innen. Die Fachkompetenz (Programmierwissen) ist die Grundvoraussetzung für den gesamten Prozess.


Das Seminar in fünf Unterrichtstagen:


1. Lern­the­o­rie in der Erwach­se­nen­bil­dung

Es gibt unter­schied­li­che Heran­ge­hens­wei­sen an das Lernen und abwei­chende Theo­rien dazu. Zusam­men­ge­fasst lässt sich sagen, dass Lernen egal in welchem Alter durch Erkennt­nis, Bewe­gung, Nach­ma­chen und Einsicht geschieht. Darin steckt folg­lich, dass das Befül­len mit Infor­ma­ti­o­nen, die auswen­dig gelernt werden, kein anwend­ba­res Wissen hervor­brin­gen kann. Warum das so ist und was bei gutem Lernen im Gehirn passiert, wird den Teil­neh­men­den in dieser Unter­richts­ein­heit eingän­gig vermit­telt.


2. Lern­ziele und Lern­pro­dukte

Kurz gesagt: ohne ein Lern­pro­dukt als Ziel ist es schwie­ri­ger Wissen anzu­neh­men. Ein Lern­pro­dukt kann beispiels­weise sein, eine eigene Website zu erstel­len, was in der Folge der Moti­va­tor sein wird, um sich in HTML einzu­ler­nen. In der Trai­ner:innen-Ausbil­dung „Train the Trai­ner“ hat jede/r Teil­neh­mende die Aufgabe, inner­halb einer Stunde eine Vision des eige­nen Lern­pro­duk­tes zu erstel­len. Die Moti­va­to­ren waren im Pilot-Durch­gang der Semi­nar­reihe sehr unter­schied­lich: Neben den Teil­neh­men­den aus dem Bereich IT-Secu­rity, die ein Semi­nar erar­bei­ten wollen, ging es den teil­neh­men­den Ausbil­dern um bessere Metho­den für Azubi-Schu­lun­gen, einem „Alten Hasen“ darum nicht in einge­fah­re­nen Glei­sen stecken zu blei­ben und dem Exper­ten aus der Soft­ware-Entwick­lungs­pra­xis um den Aufbau eines Unter­richts über mehrere Wochen.


3. Der Work­shop „Unter­richts­me­tho­den“

Unter­schied­li­che Menschen werden von unter­schied­li­chen Metho­den ange­spro­chen und mitge­ris­sen. Das macht das Unter­rich­ten am Anfang zum Try and Error Prozess. In der Trai­ner:innen-Ausbil­dung werden einige Metho­den ange­spro­chen, von denen das Lehr­ge­spräch und die Vortrags- und die Projekt­me­thode im Work­shop auspro­biert werden, um die Unter­schiede spür­bar zu machen.


4. Stimme, Mimik, Körper­spra­che

Die Art, wie der Lern­in­halt von Trai­ner oder Trai­ne­rin vermit­telt wird hat sehr star­ken Einfluss auf die Aufmerk­sam­keits­kurve der Lernen­den. Dazu kommt: wenn man vor Grup­pen unter­rich­tet, muss die Begeis­te­rung für das eigene Thema auch in der letz­ten Reihe wahr­nehm­bar sein. Um eine Idee von ziel­füh­ren­der Körper­hal­tung, Gestik, Stimme, Ausdruck und Mimik zu bekom­men, werden die Teil­neh­men­den in dieser Unter­richts­ein­heit von der Schau­spie­le­rin und Lern­trai­ne­rin Karin Tischer unter­rich­tet und inspi­riert.


5. Vorstel­lung des Lern­pro­duk­tes/Retro

In der letz­ten Unter­richts­ein­heit werden die Teil­neh­men­den ihren Moti­va­tor, das Lern­pro­dukt, vorstel­len. Die Teil­neh­men­den erfah­ren durch die gesetz­ten Ziele und Lern­pro­dukte, dass sie sich viel Wissen selbst erar­bei­ten können, und erken­nen, wie wert­voll diese Methode ist, um nach­hal­ti­ges und erleb­tes Wissen zu erlan­gen. In der anschlie­ßen­den Retro werden Erwar­tun­gen, Erfolge, Miss­er­folge und Lern­er­folge genannt und Verbes­se­rungs­ideen für die zukünf­ti­gen Trai­ner:innen-Ausbil­dun­gen gesam­melt. Bislang lässt sich sagen, dass das Feed­back nach jeder Unter­richts­ein­heit erfreu­li­cher­weise durch­weg posi­tiv war.


Seminarsituation, vier Menschen, drei Frauen, eine mit Kopftuch und ein Mann unterhalten sich angeregt und lachen dabei

Das Seminarangebot „Train the Tainer“

Das IT-Bildungs­haus inves­tiert in diesen ersten Durch­gang der Trai­ner:innen-Ausbil­dung  Zeit und auch Geld, um ein opti­ma­les Ange­bot zu entwi­ckeln. Das erklärte Ziel des IT-Bildungs­hau­ses ist es, diese Trai­ner:innen-Ausbil­dung regelmäßig anzu­bie­ten, denn es mangelt durch alle Bran­chen an lehren­den

Fach­kräf­ten.


Dieses nied­rig­schwel­lige, berufs­be­glei­tende Ange­bot bietet Unter­neh­men die Möglich­keit, eigene Trai­ner:innen für die Schu­lung ihrer Mita­r­bei­ten­den aufzu­bauen. Frei­be­ruf­li­che Exper­ten können sich durch die Trai­ner:innen-Ausbil­dung ein weite­res Betä­ti­gungs­feld eröff­nen.

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